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Name: Türkische
Republik/Türkiye Cumhuriyeti
Hauptstadt: Ankara (3,5 Mio. Ew.) Fläche: 780 576 km', 3 % in
Europa Größte Stadt: Istanbul (ca. 10 Mio. Ew.) Bevölkerung:
68 Mio.; Türken ca. 70%, Kurden ca. 20%, Araber ca. 2%
Sprache: Türkisch, an den Küsten viel- fach Deutsch und
Englisch
Staatsform: Die Türkei ist eine Präsidial- republik mit
starker Position des für sie- ben Jahre gewählten
Staatspräsidenten (seit 2000 Ahmet Necdet Sezer). Das Parla-
ment, Türkiye Büyük Millet Meclisi (Große Türkische
Nationalversammlung) mit 550 Abgeordneten, wird für jeweils
fünf Jahre gewählt. Politisch das letzte Wort hat aber der
Nationale Sicherheitsrat, in dem die Spitzen des Generalstabs,
der Staatspräsi- dent und die wichtigsten Minister sitzen.
Verwaltung: An der Spitze der 80 Provinzen (11) steht jeweils
ein vom Innenminister ernannter Gouverneur (vali), der
Vorsitzender des Provinzparlaments ist; ihm unter- steht auch
die jandarma (Gendarmerie), eine paramilitärische Streitmacht
unter Auf- sicht des Innenministers, die die Polizeigewalt auf
dem Land ausübt. Die Provinzen sind in insgesamt 580 Bezirke
(i19e) untergliedert, denen je ein kaymakam vorsteht. Alle
Städte, die Sitz eines vali oder kaymakam sind, besitzen eine
eigene Verwaltung (belediye) und sind durch Ratsversammlungen
repräsentiert, während die Dörfer der Bezirksverwaltung
unterstehen. Nur die belediye unterhalten eigene
Polizeieinheiten. Bevölkerung: Mit ca. 1,7 % ist die
Wachstumsrate relativ hoch; jährlich nimmt die Ein- wohnerzahl
um ca. 1 Mio. Menschen zu. Die landesweite Bevölkerungsdichte
ist mit 87 Ew./km2 zwar nicht sehr hoch, doch konzentrieren
sich die Einwohner auf wenige Ballungszentren. Neben den
Agglomerationen von Istanbul, Ankara und izmir konn- ten vor
allem die Küstenprovinzen am Mittelmeer fast eine
Verdreifachung der Be- völkerung in den letzten 25 Jahren
verzeichnen. Nach Osten hin nimmt die Bevölke- rungsdichte
immer mehr ab. Der Urbanisierungsgrad ist aufgrund
ausgeprägter Landflucht mit 70 % städtischer Bevölkerung sehr
hoch.
Wirtschaft: Während die Landwirtschaft weiterhin rückständig,
aber kostengünstig produziert, verbucht die gewerbliche
Wirtschaft (v. a. Bau, Textil, Automobil) über- proportionales
Wachstum (Raten zw. 5 % und 8 %). Die Steigerung des
Bruttosozial- produkts führte jedoch aufgrund des starken
Bevölkerungsanstiegs nicht zu einer Ver- besserung des
Pro-Kopf-Einkommens (BSP pro Kopf 2000: 2950 US-$,
Deutschland: 26 570 US-$1. Dazu kommen eine extrem hohe
Inflation (70 bis 100 % jährlich) und hohe Arbeitslosigkeit
(saisonal mit Landarbeitern bis 50 %). Hauptanteil des Imports
machen Maschinen, Konsum- und High-Tech-Güter aus, exportiert
werden Industrie- produkte und Agrargüter. Handelspartner sind
Deutschland (ca. 20 %), andere EU- Staaten (ca. 25%), die USA
(ca. 8 %) sowie Osteuropa und der Nahe Osten.
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