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Hochmoor, das
seinen Namen dem Fluß Darf verdankt, der hier entspringt. Es
ist von seiner Lage her voll dem Wind und Wetter ausgesetzt,
verwitterte Granitfelsen (Tors), die steil aus der Landschaft
herausragen, bestimmen das Bild ebenso wie die tief geduckten
Bauernhäuser aus Granit mit Schilf- oder Strohdach, die meist
schon im Mittelater entstanden. Zugang zu Dartmoor hat man
über die am Rande liegenden Kleinstädte Tavistock, Okehampton,
Ashburton und Buckfastleigh.
Zu den westlich von Lands End in Cornwall liegenden
Scilly-Inseln gehören die Hauptinsel St. Mary's, St. Agnes,
Tresco, Bryher und St. Martin's und ca. 150 weitere kleine
unbewohnte Inseln. Das warme Klima im direkten Einflußbereich
des Golfstroms läßt eine vielfältige tropische Vegetation
wachsen. Die Scillys sind der Blumenlieferant Englands. Die
Landschaft ist hügelig mit Steilküsten, weiten Buchten mit
Sandstränden, prähistorischen Grabkammern, großen
Findlingssteinen, normannischen Kreuzen, Palmen und
Fischerdörfern. Sehenswert sind die alte Abtei mit den
tropischen Abteigärten und die Steinkreuze auf Tresco, die
Garnison und der Hafen von St. Mary's, die Robben von White
Island bei St. Martin's, die weiten Sandstrände von St.
Martin's und die wilden Blumen von Bryher. Mit dem Schiff wird
St. Mary's von Penzance angelaufen (2,5 Stunden Fährzeit), mit
dem Flugzeug besteht ein Skybus-Service vom Lands End
Aerodrome, 15 Autominuten nördlich von Penzance (15 Min.
Flugzeit).
Nordirland (Ulster)
Nordirland gehört zum Vereinigten Königreich von
Großbritannien und Nordirland und liegt im Nordosten der
irischen Insel. Da die Regierungsform noch nicht feststeht,
wird es von der britischen Regierung seit 1972 direkt
verwaltet. Die Landschaft ist typisch irisch, grüne Wiesen und
Weiden, von Büschen und Bäumen unterteilt, versteckt liegende
Dörfer, sanfte grüne unbewaldete Hügel, einige Wäldchen, blaue
Berge, zahlreiche Flüßchen, große Seen, eine wildzerklüftete
Atlantikküste und weiße Sandstrände an der Irischen See.
Nomadische Segler aus Schottland waren die ersten, die um 7000
v.Chr. das Land besiedelten, nachdem mit ihren leichten
Weidenbooten in den riesigen Felshöhlen der Steilküste vor
Wind und Wetter Schutz suchten. Man fand zahlreiche
Feuersteinäxte entlang der Küste. Noch heute zeugen von dieser
Zeit die Steinmonumente Ballylumford Dolmen auf der Insel
Magee, Ballymacdermot Cairn in der Nähe von Newry, Giants
Ring, südlich von Belfast,
Knockoneill Tomb, in den Bergen südlich von Londonderry,
Beaghmore Stone Circles und Creggandevesky Tomb im Ryrone
County. Dann besiedelten frühe Christen und Wikinger das Land.
Aus dieser Zeit sind erhalten der Antrim Round Tower aus dem
10. Jh., das Nendrum Kloster aus dem 5. Jh. am Strangford
Lough, die Inch Abbey bei Downpatrick, die Klosteranlagen
White Island und Devenish Island am Lower Lough Erne, die
gewaltigen Steinkreuze von Ardboe am Lough Neagh und von
Donaghmore bei Dungannon, die Erdburgen Lisnamintry Rath,
südlich des Lough Neagh und Lisnagade and Lisnavaragh Forts
bei Tandragee und die Steinburgen Grianan of Aileach, am
Südende des Lough Foyle und Drumena Cashel bei Castlewellan.
Aber erst die Normannen prägten dieses Land mit zahlreichen
Festungen auf den Felsen. Sie hatten die Eigenart, ihre Siege
mit dem Bau von Burgen zu krönen. Das demonstrierte Macht und
die ausgesuchte Lage an dominanten Plätzen diente der
Kontrolle des Umlandes. Der schlachtenerprobte MacDonell
herrschte hier im ausgehenden 16. Jh. Zeugen dieser Zeit sind
das Dunluce Castle, an der Nordküste auf einem spektakulären
Klippe gelegen, das Hillsborough Fort, Jordan's Castle bei
Ardglass, Tully Castle und Monea Castle am Lower Lough Erne,
Martello Tower an der Meereseinfahrt zum Lough Foyle,
Castlecaulfield bei Dungannon und Benburb Castle auf einem
Felsen am River Blackwater.
Zu den nicht von Menschenhand geschaffenen Sehenswürdigkeiten
gehört der Giant's Causeway an der Atlantikküste im Norden (zu
deutsch: Damm der Riesen). Aufgrund vulkanischer Aktivitäten
wurden hier Basaltsteine geschaffen, die meisten sechseckig,
die genau aneinanderpassen und in Stufen (die höchsten sind 12
m) von der Klippe bis unter den Meeresspiegel führen. Wie ein
überdimensionales Kopfsteinpflaster wirkt dieses in allen
Farben schillernde Naturschauspiel. Der Legende nach ist
dieser Steindamm das Werk des Riesen Finn McCool, des
Ulster-Kämpfers, Heerführer des Königs von ganz Irland.
Die großen alten Städte mit Tradition und Flair sind Armagh,
Londonderry und Belfast. Belfast ist eine Industrie- und
Hafenstadt. Hier steht das größte Trockendock der Welt, der
Hafen wird überragt von riesigen Kränen. Sehenswürdigkeiten
sind Belfasts Big Ben, der der Albert Memorial Clock Tower,
das Palmenhaus im Botanischen Garten, das Schloß, die Oper und
das Ulster Museum. Wie in ganz Großbritannien gibt es auch
hier eine große Anzahl an behagli-
chen Kneipen. Victorianischen Glanz bietet der Crown Liquor
Saloon mit seiner exklusiven Ausstattung aus Glas, Messing und
Kacheln. Die Alstadt von Londonderry hat eine gut erhaltene
Stadtmauer am River Foyle. Inmitten der Mauern steht die
gotische St. Columb-Kathedrale (1633). Von den Hügeln in der
Umgebung hat man einen schönen Blick auf die Stadt. Die
geistige Hauptstadt Irlands war über 1.500 Jahre Armagh, Sitz
des protestantischen und katholischen Bischofs. Auf zwei
Hügeln gegenüber stehen die Kathedrale Church of Ireland und
die katholische St. Patrick's Cathedral. Die größten Seen sind
Lough Neagh (größter See des Königreiches), Lower und Upper
Lough Erne, die Küstenbuchten Lough Foyle, Belfast Lough und
Strangford Lough. In Hollywood (Namenspate für das
kalifornische Filmzentrum), in der Bucht von Belfast, wurde
die berühmte "Titanic" gebaut.
Die öffentlichen Verkehrsmittel (zumeist Busse) sind gut. Züge
fahren von Belfast nach Londonderry und nach Dublin in Irland.
Fährverbindungen bestehen zwischen Ballycastle und der
Rathlin-Insel, zwischen Larne und Schottland (Caimryan und
Stranraer) und zwischen Belfast und der Isle of Man.
Flugverbindungen sind von den größeren Städten Englands,
Schottlands, Irlands, der Isle of Man und den Metropolen
Mitteleuropas möglich.
Das Wetter wird oft beschimpft, aber erst der Regen schafft
dieses zauberhafte Smaragdgrün der Landschaft. Dafür sind die
Temperaturen mild (Golfstrom) und wenn der Wind die Wolken
wegbläst, ist der Himmel so blau wie die Berge.
Schottland
Schottland liegt im Norden der Insel Großbritannien und grenzt
im Süden an England. Zu
Schottland gehören als Inselgruppen im Westen, im Atlantik die
Hebriden und im Nordosten an der Grenze zwischen Atlantik und
Nordsee die Orkney- und Shetland-Inseln. Die Landschaft
Schottlands reicht von der zerklüfteten Felsenlandschaft mit
Fjorden an der Westküste bis zu goldfarbenen Stränden an der
Ostküste. Dazwischen liegen Wälder, Hügel, Berge, Wiesen, Seen
und Flüsse. Die besonders schönen Landschaften sind als
National Scenic Areas geschützt. Dazu gehören Kyle of Tongue,
ein tief ins Land reichender Meeresarm im Norden, an dem
kleine Bauernhöfe liegen, die rauhe und dramatische
Hochmoorlandschaft von Assynt-Coigach, die Fjordlandschaft
Wester Ross, Loch Sheil, Ben Nevis und Glen Coe und das
Skigebiet der Cairngorm Mountains.
Im Zentrum liegen die beiden Großstädte, die Hauptstadt
Edinburgh an der Nordsee (Ostküste) und Glasgow an der
Schottischen See (Westküste). Edinburghs Silhouette ist
traumhaft. Auf einem Felsen steht das wuchtige Schloß, die
Altstadt führt über die "Royal Mile" hinunter zum Palast
Holyroodhouse, hier residiert die Königin bei
Schottlandaufenthalten, daneben das älteste Gebäude
Edingburghs, die Kapelle von St. Margaret aus dem 12. Jh.
Edinburgh ist mit Glasgow seit Jahrhunderten kulturelles
Zentrum in Schottland, im Museum Lady Stairs House begegnet
man den drei berühmten schottischen Schriftstellern Sir Walter
Scott, Robert Burns und Robert Louis Stevenson.
Glasgow ist die "Kulturstadt Europas 1990" mit zahlreichen
Museen, Galerien und den berühmten Institutionen Scottish
Opera, Scottish Ballet und Scottish National Orchestra. Sie
war Heimat des berühmtesten schottischen Architekten, Charles
R. Mackintosh mit seinem Jugendstilwerk, der Glasgower
Kunsthochschule.
Schottische Tradition spiegelt sich wieder in zahlreichen
Festen. Im ganzen Land finden zwischen Mai und September die
Highland Games
Das Ungeheuer von Loch Ness
statt, berühmt ist das Festival von Edinburgh und Glasgows
"Mayfest".
Traditionell sind Dudelsack und Fiedel, Ceilidh (gälisch,
sprich "kehli"), unterhaltsame Abendveranstaltungen mit
Gesang, Tanz und Erzählungen, ebenso das Tartan, das original
schottische Karomuster, jeder Clan hatte sein eigenes Muster
(Museum of Scottish Tartans in Comrie, Perthshire), Malzwhisky
(auf dem Malt Whisky Trail am Ufer des Spey liegen so berühmte
Brennereien wie Strathisla, Glenfiddich, Tamnavulin, The
Glenlivet, Glenfarclas, Tamdhu, Glen Grant und Cardhu, in
denen Besucher sehr willkommen sind) und Paisley, ein nach der
Stadt Paisley genanntes orientalisches Muster, das im letzten
Jahrhundert groß in Mode war. Die drei großen Regionen
Schottlands sind die Lowlands an der Grenze zu England, mit
den beiden Städten Edinburgh und Glasgow, daran nördlich
anschließend die Central Highlands und die nördlichen
Highlands.
Die Lowlands sind eine grüne Hügellandschaft mit
Getreidefeldern, Weiden, Wäldern und Hochmooren. Im Nordosten
liegt St. Andrews, die Wiege des Golfsports und erste
Universitätsstadt Schottlands, an der Grenze im Südwesten bei
Carlisle der kleine Ort Gretna Green, das "Heiratsparadies",
wo bis 1856 der Dorfschmied jedes Paar ohne große Formalitäten
trauen konnte (heute ein touristisches Spektakel ohne
offizielle Wirksamkeit). Besuchen sollte man den Galloway
Forest Park, Dunbar Castle an der Küste von East Lothian,
Glamis Castle bei Dundee, die von rotem Sandstein geprägte
Landschaft von Angus mit ihren Fischerdörfern, das Königliche
Forschungsschiff Discovery im Hafen von Dundee und das sanfte
Tal des Firth of Forth, das sich zum Firth of Clyde erstreckt
und die beiden Großstädte verbindet.
gen die Grampian Mountains mit dem höchsten Berg des United
Kingdom, dem Ben Nevis (1343 m). Das Hochland wird geteilt vom
Kaledonien-Kanal, der im Nordosten am Moray Firth und Firth of
Inverness beginnt, und über die Hochlandseen Loch Ness
(größter und tiefster See Schottlands mit 38 km Länge und 280
m Tiefe, mit dem bekanntesten aller Seeungeheuer, Nessie),
Loch Oich und Loch Lochy zum Loch Linnhe bei Fort Williams und
weiter zum Firth of Lorn mit der Hafen- und Fährstadt zu den
Hebriden Oban.
Oban ist auch Eingangsort zur langgestreckten Halbinsel
Kintyre mit dem Südkap Mull of Kintyre, das von Paul McCartney
besungen wurde. Sehenswert ist Stirling, das südliche Tor zu
den Highlands mit einer der schönsten mittelalterlichen
Burgen, Doune Castle, Royal Deeside mit Schloß Balmoral von
Königin Viktoria (Sommersitz der Windsors) und Aberdeen,
Hauptfährhafen zu den Shetlands und drittgrößte Stadt
Schottlands, an der Ostküste. Von hier führt der "Castle Trail"
in die Region Gordon. Hauptstadt der Highlands ist Inverness
am Firth of Inverness. Im Sommer verkehrt auf der Strecke Fort
William und Mal- nm mg laig gegenüber der Insel See eine
originale Dampfeisenbahn.
Die nördlichen Highlands sind der nördliche Abschluß
Schottlands. Die zu großen Teilen karge, hügelige Landschaft
wird von tiefen Fjorden unterbrochen. Fruchtbar ist das
Ackerland der Halbinsel Black Isle, nördlich von Inverness.
Nördlichster Fischerort des schottischen Festlands ist John
o'Groats, ein kleiner Personenfährhafen nach Orkney.
Hauptfährhafen ist Thurso, weiter westlich. Die Nordwestspitze
Schottlands ist Cape Wrath.
Ceud Mile Failte - Hunderttausend Willkommensgrüße, diese
gälische Begrüßung steht auf vielen Schildern in den
Highlands. Die schottische Nationalflagge ist vom Kreuz des
St. Andrews, dem Schutzheiligen Schottlands, abgeleitet. Sie
wird "Saltire" genannt. Symbol des Landes ist die Distel.
Wales
Wales liegt westlich von England, zwischen Liverpool im Norden
und Bristol im Süden. Grenzgewässer ist der Bristol Channel im
Süden, der St. Georges Channel im Südwesten und die Irische
See im Westen (mit der großen Cardigan Bay) und im Norden.
Die Landschaft von Wales ist hügelig mit Wäldern, Seen und
weiten Acker- und Weidefeldern. Der Norden ist gebirgig, hier
liegt auch der höchste Berg von Wales, der Snowdon (1085 m).
Typisch sind die walisischen mittelalterlichen Städte und die
Vielzahl an Burgen, Wales hat mehr Burgen pro Quadratmeter als
irgendein anderes europäisches Land.
Wales hat seine eigene Sprache (zusätzlich zu Englisch) und
Kultur, hinter den Grenzbergen zu England versteckt hat es bis
heute seine Identität behalten. Das keltische Volk spricht
auch heute noch Walisisch, die älteste gesprochene Sprache
Europas. Der Willkommensgruß in Wales - Croeso i Gymru
empfängt den Besucher auf Grenzschildern. Die Tradition wird
bewahrt beim Musik-, Theater- und Literaturfestival "National
Eisteddfod", das jedes Jahr im Sommer in einem anderen Ort
stattfindet. Die berühmtesten Waliser in neuerer Zeit sind
Richard Burton, Tom Jones und Shirley Bassey. Hauptstadt von
Wales ist Cardiff an der Südkü-
ste, wo der River Severn in den Bristol Channel übergeht.
Knapp zwei Autostunden von London entfernt präsentiert sich
eine junge und moderne Großstadt mit zahlreichen Parkanlagen
(z.B. Bute Park) in einem weiten Tal mit grünen Hügeln im
nördlichen Hintergrund. Sehenswert sind das Cardiff Castle mit
einem Bergfried aus normannischer Zeit (11. Jh.) und einem
imposanten Ausbau aus dem letzten Jahrhundert, Llandaff
Cathedral, das Scott-Denkmal im Roath-Park (der Forscher
segelte mit der "Discovery" von Cardiff in die Antarktis), das
Welsh
Folk Museum in St. Fagan's, Castell Coch, nördlich der Stadt
(19. Jh.) und die "Tiger Bay", Cardiffs Hafenviertel.
Über 100 der zahlreichen Burgen von Wales sind der
Öffentlichkeit zugänglich. Die schönsten sind Caernafon Castle,
von Edward I. im 13. Jh. erbaut, 1969 wurde hier Prinz Charles
als "Prince of Wales" eingesetzt, Conwy Castle vor den Bergen
des Snowdon, Pembroke Castle (Geburtsstätte von Heinrich VII.)
und Monmouth Castle (Geburtsstätte von Heinrich V.). Der
aristokratische Landsitz Erddig House bei Wrexham bietet
Einblick in das Leben der Adligen, ebenso wie Tredegar House.
Die berühmteste Abtei des Landes ist Tintern Abbey
(Zisterzienser, 12. Jh.). Südwales war Kohle- Revier. Im Big
Pit Mining Museum kann man 70 m in eine echte Kohlegrube
absteigen. Die Landschaft von Nordwales wird durch den alles
überragenden Snowdon (1085 m) bestimmt, ein Erlebnis ist die
Snowdon-Bergbahn (es gibt weitere fünf dampfbetriebene
Schmalspurbahnen, u.a. die Talyllyn Railway, die erste
Schmalspurbahn der Welt) im Snowdonia National Park.
Zahlreiche einsame Bergseen, dichte Wälder und Wasserfälle
bestimmen das Bild. Im Norden direkt vor der Küste liegt durch
zwei Brücken mit dem Festland verbunden die Seefahrer-,
Piraten- und Druideninsel Anglesey (vom normannischen
Beaumaris Castle herrlicher Rundblick). Westlich vorgelagert
ist die Holy-lnsel mit dem Fährhafen Holyhead nach Dublin
(Irland).
Mittelwales wird an der Küste durch den Bogen der Cardigan Bay
bestimmt, einer Dünenküste im Norden und einer Klippenküste
mit sandigen Buchten im Süden. Wichtigster Fischerort ist
Aberystwyth. Die Küstenorte Aberdovey, New Quay, Tywyn und
Barmouth haben sich zu Yachtzentren entwickelt. Llandrindod,
Builth, Llangammarch und Llanwrtyd sind nicht nur in
Wales bekannte Badeorte.
Die Marktstädte im Landesinnern stammen zu großen Teilen aus
dem 13. Jh. und haben prächtige Altstadtkerne, besonders
interessant sind Montgomery und Welshpool mit ihren Burgen und
Llanidloes mit seiner 400 Jahre alten Markthalle. In
Mittelwales befinden sich sieben der zehn
Schmalspureisenbahnlinien (Great Little Trains), die während
der Saison betrieben werden. An der Küste bis nach Südwales
ist einer der schönsten Fernwanderwege angelegt.
Südwales hat zwei Naturparks, die Moor- und Berglandschaft der
Brecon Beacons und die Küste von Pembrokeshire im Süden. Der
Nationalpark Brecon Breaton verdankt seinen Namen der 7 km
langen Bergkette aus rotem Sandstein. Auffallend sind die
verwitterten Felsklippen und riesigen Bergschluchten der
Nordseite, im Süden findet man Höhlen, Wasserfälle und
Moorlandschaft. Nur in diesem Hochland wächst der Baum Ley's
Whitbeam. Zu den Attraktionen des Parks gehört die historische
Dampflokomotivbahn der Brecon Mountains Railway, deren Strecke
vorbeiführt an mittelalterlichen Burgen und Kirchen.
Der Nationalpark Pembrokeshire-Küste umfaßt die Küste an der
Südspitze von Wales mit ihren Felsklippen und tief ins Land
einschneidenden Buchten, sowie die vorgelagerten Inseln.
Hauptorte des Nationalparks sind Milford Haven, Pembroke und
Haverfordwest. Im Nordwesten liegen die Preseli Hills (Mynydd
Preseli) mit dem sagenumwobenen Foel Cwmcerwyn (536 m), dessen
blaue Steine 2.500 v.Chr. für den inneren Kreis von Stonehenge
verwendet wurden. Im Nordwesten der Halbinsel liegt St.
David's, Großbritanniens kleinste Stadt, weitere
Sehenswürdigkeiten sind das alte Seebad Tenby und die
archäologischen Fundstätten, wie die in Carreg Samson. Der 297
km lange Küstenwanderweg gehört zu den schönsten in Europa.
Zwischen Pembroke und Cardiff liegt die alte Seefahrerstadt
Swansea (Meeresmuseum) am Tor zur Gower-Halbinsel, eine
Naturschönheit mit Stränden, Klippen und schroffen Landzungen.
Saundersfoot, Tenby und Fishguard sind malerische Hafenstädte
mit Sandstränden.
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