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Griechenland
liegt im Südosten der Balkanhalbinsel. Nachbarn sind im Norden
Albanien, Jugoslawien und Bulgarien, im Osten die Türkei und
das Ägäische Meer, im Süden das Libysche Meer und im Westen
das Ionische Meer.
Griechenlands Küstenregionen und die Inseln
haben mediterranes Klima mit trocken-heißen Sommern und
milden, teilweise regnerischen Wintern. In den Bergen des
Nordens gibt es strenge Winter, aber milde Sommer. Athens
Durchschnittstemperaturen liegen im Winter/ Sommer bei 9°/29°
(Regen 400 mm), die Tem-
peraturen auf den Inseln sind höher, je weiter südlich sie
liegen.
Griechenlands Hauptwirtschafts- und Exportgüter sind
Textilien, Schuhe und Olivenöl, in kleinerem Maße auch Obst
und Tabak.
Die Landschaft des griechischen Festlands ist gebirgig, das
zentrale Gebirgsmassiv ist das Pindosgebirge (Pindo) mit dem
höchsten Berg Smolikas Oros (2637 m), das mit seinen öden
Gipfeln und tiefen Schluchten sehr reizvoll ist. Das Gebirge
setzt sich bis auf die Halbinsel Peleponnes fort. An der Küste
des Thermaischen Golfs (Thessaloniki) ragt Griechenlands
höchster Berg empor, der 2917 m hohe Olymp. An der Nordküste
gibt es die Flußniederungen der Axios, Struma und Nestos.
Im Westen des griechischen Festlandes liegt an der Grenze nach
Albanien und zum Ionischen Meer die Region Epirus, mitten im
Pindosgebirge, die Vegetation mit dichten Wäldern (Buche,
Schwarzkiefer und Eiche) ist überraschend, die Felder und
Wiesen sind voller Blumen.
Die Hauptstadt loanina entwickelte sich zu einem bedeutenden
Zentrum des Kunsthandwerks mit Gold- und Silberschmieden und
Goldstickereien. loanina liegt 436 km von Athen entfernt an
den Ufern des Pamvotis-Sees mit dem reizvollen Inseldorf.
Sehenswert die Altstadt mit der Stadtmauer. Andere sehenswerte
Orte sind das Bergdorf Dilofos-Zagori, die
Steinbrücke über den Voidomatis, der Drakolimni-See im
Timfi-Gebirge, die VikosSchlucht und die Hafenstadt Preveza
mit der Kathedrale. lgoumenitsa ist Fährhafen nach Kerkira
(Korfu).
Östlich schließt sich Makedonien an. Hauptstadt von Makedonien
ist Thessaloniki (Fährhafen zu den Ägäischen Inseln).
Sehenswert sind die "Kamara" (der Triumphbogen des Galerius),
die Rotunde (St. Georgs-Kirche) mit ihren Mosaiken, die
Kirchen Agia Sophia und Panagia Achiropiitos (mit der nicht
von Menschenhand geschaffenen Ikone) und der Weiße Turm,
Wahrzeichen der Stadt.
Das Gebirge Westmakedoniens ist noch ursprünglich mit wilden
Schluchten und Wildwassern, von Schafen übersähten Berghängen,
byzantinischen Kirchen und Herrenhäusern, weiten Ebenen und
steilen Bergen. In Ost- und Mittelmakedonien bezaubern weiße
Sandstrände, verschwiegene Buchten bei den drei Fingern der
Chalkidike-Halbinsel: Kassandra, Sithonia und Athos, der
Heilige Berg (siehe dort).
Die klassischen Orte sind Potidea, Alynthos, Stagira,
Geburtsort von Aristoteles, Amfipolis und Seres mit der
Akropolis und der byzantinischen Zitadelle. Sehenswert sind
Drama, es liegt in einer fruchtbaren Ebene (Grotten mit
riesigen Stalaktiten), der Mikri und Megali Prespa-See (Großer
und Kleiner Prespa-See) mit ihrem unzugänglichen
Schilfdickicht, Mouries am Sandstrand des Doirani-Sees und die
Fährhafenstadt Kavala mit dem Kastell (16. Jh.).
Thrakien liegt im Nordosten des Landes. Wichtig sind die Orte
Xanthi mit den steilen Gäßchen ihrer Altstadt, Komotini und
Alexandroupoli.
In Zentralgriechenland liegt die fruchtbare Ebene Thessaliens,
umgeben von den Bergen Pindos und Olymp, Sitz der Götter.
Dort wo die thessalische Ebene aufhört gründeten nördlich von
Kalambaka im Pindosgebirge byzantinische Mönche die
Klosterrepublik Meteore, seit 600 Jahren ragen auf 24 steil
abfallenden Felsgipfeln die Klöster. Gründer war Athanasios
Kinovitis, der auch Meteoritis genannt wurde. Das größte und
bedeutendste Kloster ist das Metamorphosis-Kloster, das "Große
Meteoron" (das zwischen Himmel und Erde schwebende). Zutritt
ist Frauen streng untersagt.
Die Hauptstadt Thessaliens ist Larissa (350 km von Athen) mit
dem Pinios-Fluß und den alten Herrenhäusern. Wichtige Orte
sind Trikala, das Trikke Homers, und Kalambaka mit der
Kathedrale Mariä Himmelfahrt (12. Jh.). Im Osten liegt die
Magnesia- (Magnissia-) Halbinsel mit dem Kap Trikeri an ihrem
Ende.
Zentralgriechenland liegt nördlich der Peloponnes-Halbinsel,
es hat bewaldete Hügel, kahle Berge und unzählige Buchten.
Hier befindet sich die sagenumwobene Stadt Theben, Geburtsort
von Herakles, (mykenische Gräber, Ruinen des Tempels des
Isminiou Apollon, Quelle der Dirke) und das größte Heiligtum
des Altertums Delphi mit dem Apollo-Orakel, das am Abhang des
Parnassos liegt (Heiligtum der Athene, Gymnasium, Stadion,
Theater).
Die griechische Hauptstadt Athen liegt am Saronischen Golf,
ihre Hafenstadt ist Piräus. Sehenswürdigkeiten sind die
Akropolis, das Dionysos-Theater, der Hephaistos-Tempel, das
Hadriantor, die byzantinischen Kirchen, das Ortszentrum mit
dem Syntagma- und OmoniaPlatz. Südöstlich von Athen liegt das
Kap Sunion mit dem Poseidontempel.
Die Halbinsel Peloponnes ist mit dem Kanaldurchstich von
Korinth (1893 fertiggestellt, schon 67 n.Chr. vom römischen
Kaiser Nero begonnen) zur größten griechischen Insel geworden.
Korinth liegt am Fuße des 575 m hohen Akrokorinth, der
Akropolis von Korinth im Altertum und Mittelalter. Heute ist
Korinth wichtiger Verkehrsknoten und Umschlagplatz. Sehenswert
auf dem Peloponnes sind die Kirche Agios Andreas in Patras und
besonders das antike Olympia, Schauplatz der Olympischen
Spiele, Kalamata, das Voulkanoa-Kloster zu Füßen des Dorfes
Mavromati, die Halbinsel Mani mit der Siedlung Vathia, Sparta
(wenig Antikes erhalten), der Burgberg Monemvassia, die
Landschaft Arkadiens, Argos, die älteste Stadt des Peloponnes
und Mykene (Homer) mit seiner Burg.
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