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Das britische
Dominion Gibraltar, "die letzte britische Kolonie in Europa",
liegt auf einer Halbinsel östlich von Tarifa mit dem Kap Point
of Europe, das Afrika gegenüberliegt. Von Spanien aus kann
Gibraltar über La Linea erreicht werden, außerdem gibt es
Flugverbindungen nach London und Tanger in Marokko.
Wahrzeichen ist der alles überragende 426 m hohe Felsen, der
steil ins Meer abfällt. Es führt eine Seilbahn hinauf, vorbei
am englischen Fort. Von oben hat man einen wundervollen Blick
auf den Ort und die Straße von Gibraltar. Bei guter Sicht
erkennt man im Süden Afrika und die spanische Exklave Ceuta,
die nur ca. 25 km entfernt liegt. Sehenswert ist die St.
Michaels-Höhle, in dieser Tropfsteinhöhle werden im Sommer
Konzerte veranstaltet. Die Stadt am Fuß des berühmten Felsens
entwickelt sich derzeit zu einer Oase für Kapitalanleger.
Gibraltar bietet ein gemischtes Bild aus britischen und
spanischen Elementen, spanischer und englischer Architektur,
in der Main Street und in der Little Bay englische Pubs, in
den engen Gassen am Berg werden spanische Tapas serviert.
Zollfreie Läden säumen die Hauptstraße.
Der Felsen von Gibraltar wurde schon 711 von den afrikanischen
Mauren unter dem Anführer Tarik erobert und besiedelt ("Felsen
des Tarik"). 1462 eroberte Spanien das Gebiet, 1704 eroberten
die Briten den Felsen. Im Jahre 1967
gab es eine UNO-Resolution, die eine freie Wahl beschloß, ob
Gibraltar zu Spanien oder Großbritannien gehören wollte, über
99 % stimmten für den status quo. Nach langen Querelen wurde
1985 endlich die Grenze für den freien Verkehr geöffnet.
Das Klima Gibraltars ist mediterran mit sehr heißen Sommern
und milden Wintern. Schneefälle sind sehr selten.
Nach der Grenzöffnung 1985 hat sich der Tourismus
vervielfacht, über 95 % der Besucher kommen auf dem Landweg.
Attraktion sind nach wie vor die hier einzig in Europa
freilebenden Affen (Magots) auf dem Felsen, deren Bestand
laufend von Marokko aus ergänzt wird. Nach einer Legende
erlischt der Besitzanspruch Englands, wenn die letzten Affen
von Gibraltar verschwunden sind.
Internationale Flüge bestehen seit 1990 mit Tanger (Marokko),
ansonsten bestehen Verbindungen nach England mit mehreren
Gesellschaften. Die Landebahn des Flughafens ist weit ins Meer
hinaus gebaut. Man hat den Eindruck, man landet im Wasser.
Direkt neben der Landebahn befinden sich die beiden Marinas
Gibraltars, die letzten, großen europäischen Stützpunkte vor
der Atlantiküberquerung. Der Hafen ist wichtiger britischer
Militärstützpunkt und wird von zahlreichen Kreuzfahrtschiffen
angelaufen.
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