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Frankreich liegt
im Westen Mitteleuropas, es grenzt im Norden an den Englischen
Kanal, im Osten an die Niederlande, an Belgien, Luxemburg,
Deutschland, die Schweiz und Italien, im Süden an Monaco und
das westliche Mittelmeer, an Spanien und Andorra, im Westen an
die Biskaya.
Die Landschaft wird bestimmt von den Westalpen im Südosten,
von den Mittelgebirgen
Ardennen, Vogesen und Jura im Osten, dem Zentralmassiv im
Süden und den Pyrenäen im Südwesten, Hügellandschaften und den
Becken (Pariser Becken, Aquitanisches Becken und
Rhone-Saone-Senke). Die Küste im Norden und Westen ist stark
gegliedert, die Südküste bestimmt das Rhonedelta mit
zahlreichen Lagunen, die Südostküste ist gebirgig.
Der Nordwesten hat gleichmäßiges Meereskli
ma mit häufigen Regenfällen, im Landesinnern sind die
häufigsten Regenfälle im Sommer, nach Osten wird das Klima
kontinental. Der Süden hat mediterranes Klima mit trockenen,
heißen Sommern und feuchten und milden Wintern.
In der Region Ile de France liegt die Hauptstadt Paris, eine
der Kulturmetropolen Europas. Wahrzeichen der Stadt ist der
für die Pariser Weltausstellung gebaute eiserne Eiffelturm
(300,5 m), weitere Sehenswürdigkeiten sind Sacrä-Cceur, der
Triumphbogen, die gotische Kathedrale Notre-Dame, das Quartier
Latin auf dem linken Seineufer, der Montmatre, die Altstadt
auf der Ile de la Citö. Vergnüglich sind Spaziergänge auf den
zahlreichen Boulevards und das berühmte Pariser Nachtleben
(nicht nur Moulin Rouge). Zweitwichtigste Stadt ist die
ehemalige Seidenweberstadt Lyon, heute Industrie- und
Handelsmetropole. Straßburg ist Sitz vieler
Europa-Organisationen.
Zu den reizvollsten Gegenden in Frankreich gehört das Loiretal
zwischen Orläans und Angers mit seinen Burgen und Schlössern
und ihren Parkanlagen, manche der Schlösser sind zu
Hotelbetrieben umgebaut. Garten Frankreichs wird diese
Landschaft auch genannt. Sehenswert sind das Chateau d'Amour
(14.Jh) auf einem Hügel über Saumur (berühmte
Champignonkeller), das Renaissance-Schloß Courtanvaux, Schloß
Serrant in St. Georgessur-Loire, Schloß Montsoreau (15.Jh.) an
der Mündung der Vienne und Plessis-Macä (15. Jh.). Im 15. Jh.
hat in den trutzigen Burgen die legendäre Jeanne d'Arc
geweilt, die "Jungfrau von Orleans", die im 100-jährigen Krieg
Frankreichs gegen England die Engländer zur Aufgabe der
Belagerung von Paris zwang.
Die Normandie liegt nordwestlich von Paris am Englischen
Kanal, sie war Schauplatz von Schlachten im 2. Weltkrieg, hier
sind am D-Day (6. Juni 1944) die alliierten Truppen in
Port-enBessin gelandet. Die Normandie hat an der Ala-
baster-Küste zwischen Fecamp und Dieppe hohe Kreidefelsen, die
Küsten sind sonst teilweise steil, felsig mit nur kleinen
Badebuchten, bei Ebbe ragen zahlreiche Klippen und
Kleinstinseln aus dem Wasser, bei Granville in der Bucht von
St. Malo erreicht der Gezeitenunterschied zwischen Ebbe und
Flut die europäische Spitzenhöhe von 13,5 m. Vom Kap de la
Hague ist es nur ein Katzensprung zur englischen Kanalinsel
Alderney. Die bekannten Hafen- und Fährstädte der Region sind
Cherbourg und Le Havre, sehenswert sind auch die kleinen
Fischerstädtchen Carteret, Blonville-sur-Mer, das
geheimnisvolle Kreideplateau Pays de Caux mit den Dörfern wie
Sassetot-le-Malgardä, die wie hinter Baumvorhängen versteckt
liegen. Bei Can liegt die berühmte Calvados-Region, aus den
Äpfeln und Birnen werden auch Cidre und Poirä hergestellt.
Berühmte Schriftsteller der Normandie sind Guy de Maupassant
aus Fäcamp und Gustave Flaubert aus Rouen. In der Festung von
Falaise ist der Normanne Wilhelm der Eroberer geboren, der von
hier England eroberte (ihm wird in der Normandie noch heute
viel Sympathie entgegengebracht). Die bekannteste
Sehenswürdigkeit ist die "Pyramide des Meeres" (nach Victor
Hugo), das mittelalterliche Inselkloster Mont-Saint-Michel
(11.- 16.Jh.), ein Kloster, das bei Flut mitten im Meer auf
einem Felsen thront, im äußersten Südosten der Bucht von St.
Male.
Die Nordwestecke Frankreichs nimmt die Bretagne ein, mit einer
bizarren Küstenlandschaft im Norden und den weiten Buchten im
Süden. Die Küste von Brest mit den zahllosen Riffen und
Inselchen von Ouessant gehört zu den gefährlichsten der
europäischen Schiffahrt. Die größten Hafenstädte und Fährhäfen
sind neben Brest St. Malo (zu den Kanalinseln), Roscoff (nach
Plymouth in GB und Cork in Irland), Lorient (zur schönen
Badeinsel Ile de Groix ) und La Trinitö-sur-Mer (zur schönsten
Insel der Bretagne, zur Belle-Ile). Vor dem Pointe-du-Raz
liegt die kleine Badeinsel mit den zwei Leuchttürmen Ile de
Sein. Eine der reizvollsten Gegenden mit grandiosen
Aussichtspunkten ist Finistöre, mit Wäldern und Heide, mit den
typi-
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