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    Faroyar

 

   

Die zu Dänemark gehörende autonome Inselgruppe der Färöer (Foroyar, heißt Schafsinseln) besteht aus 18 felsigen Inseln und liegt im Nordatlantik ungefähr auf halbem Weg zwischen Schottland (300 km) und Island (370 km). Norwegen liegt ca. 600 km entfernt.
Die Landschaft ist abwechslungsreich: Steile und majestätische Klippen (bis zu 700 m hoch), grüne, baumlose Hügel, sanfte Täler, bunte Dörfer, die an einsamen Fjorden liegen, unwegsame Küsten mit steiler Brandung, Heiden und Moore.
Das Klima ist maritim, wegen des Golfstroms aber wesentlich milder als man für seine geografische Breite erwarten könnte. Die Durchschnittstemperaturen liegen zwischen 0,3° im kältesten Monat (Januar) und 12° im wärmsten (Juli). Sie können oft bis über 18° ansteigen. Die regenreichere Periode liegt im Herbst und Winter.
Die Schafzucht (ca. 70.000 Tiere) ist der bedeutendste Zweig der Landwirtschaft. Dabei ist die Wollverarbeitung mit ihren typischen Mustern und Farben ein bedeutender Wirtschaftszweig. Nur ca. 6% des Bodens sind urbar gemacht.

Der Hauptwirtschaftsfaktor ist jedoch die Hochseefischerei. Die Färinger besitzen eine der modernsten Fischereiflotten mit ebenso modernen Fischfabriken (Kabeljau, Hering, Heilbutt). Auf Färöer nisten eine Menge Zugvögel. Die Ankunft des Austernfischers (Nationalvogel) wird am 12. März als Frühlingsfest gefeiert. Die Tierwelt ist durch die Nähe Norwegens geprägt. Das einzige nur hier lebende Säugetier ist die graue Robbe. Wegen der relativ kalten Sommer fehlen auf den Inseln Insekten wie Ameisen, Bienen oder Heuschrecken. Die Vegetation ist arm, aber besonders in den Sommermonaten sehr bunt.
Norwegische Wikinger waren um 800 die ersten Siedler auf den Färöer. Um 825 gründeten sie in Thörshavn eines der ältesten gesetzgebenden Parlamente der Welt (neben Island), das Logfing, dessen Verwaltung noch heute in den historischen Gebäuden untergebracht ist. 1035 wurde Färöer Teil des Königreichs Norwegen. 1380 kamen Norwegen und Färöer, immer noch als norweg. Land, unter die Krone Dänemarks. Nachdem 1814 im Frieden von Kiel Norwegen von Dänemark getrennt wurde, verblieb

Färöer bei Dänemark.
Die Sprache Färöisch hat enge Beziehungen zu Norwegisch und Isländisch. Heute werden auch Dänisch, Isländisch, Norwegisch und Schwedisch verstanden.
Die Hauptinsel ist Streymoy mit der kleinsten Hauptstadt der Welt, Thörshavn (unter Denkmalschutz stehende Häuser in Thörshavn, Festung Skansin gegenüber von Tinganes, Siedlung Kirkjubour, geistiges und kulturelles Zentrum zu Zeiten der Wikinger und im Mittelalter, mit dem 900 Jahre alten, heute noch bewohnten Holzhaus).
Streymoy ist mit Esturoy durch eine Straßenbrücke verbunden. Auf Esturoy (zweitgrößte Insel) befindet sich der höchste Berg der Färöer, der SIfflttaratindur mit 882 m. und die zwei größten Fjorde Skälafjordur und Funningsfjordur. Besonders imposant liegt an der Nordküste die Siedlung Gjögv in einem Naturhafen zwischen steilen Klippen und Felsen. Die steilste und schönste Klippe hat einen Namen: Bügvin.
Im Nordwesten liegt die Inselgruppe Nordoyar mit den durch Straßendämme verbundenen Inseln Bordoy, Kunoy und Vidoy, sowie den Inseln Kalsoy im Westen und Fugloy und Svfnoy im Osten. Auf Bordoy liegt Klaksvik, die zweitgrößte Stadt der Färöer. Sehenswerte Siedlungen sind Arnafjördur, Depil und Norddepil, auf Kalsoy ist es Mikladalur und auf Kunoy Haraldssund und Kunoy. Auf Vidoy liegt das höchste Kap der Welt. Kap Enniberg ragt senkrecht 750 m aus dem Meer.
Westlich von Streymoy liegt Vägar (wunder-

schöner großer Süßwassersee Sorvägsvatn mit dem Wasserfall Bosdalafossur). Westlich liegt die kleine Insel Mykines mit ihrer reichen Vogelwelt.
Die flachste Insel mit schönen Stränden ist Sandoy (südlich von Streymoy). Wegen der vielen Binnenseen ist sie zum Anglerparadies geworden. Sehenswert ist die Kirche von Sandur, immerhin die sechste an der gleichen Stelle seit 1000 a.D. Eine Reise zurück in die Wikingerzeit macht man im Dorf Hüsavik.
Einige Kilometer südlich liegt die kleine Möweninsel Sküvoy. Nördlich von Sandoy liegen noch die kleinen Inseln Koltur und Hestur, nordöstlich Nölsoy. Ganz im Süden liegt Suduroy. Von Sküvanes und Hesturin erlebt man einen traumhaften Blick auf die Vogelklippen. Sandvik ist ein pittoreskes Dorf. Südlich von Hvalbour wird Kohle gefördert. Zwischen Suduroy und Sandoy liegen die beiden kleinen Inseln Störa Dimun (von einer einzigen Familie bewohnt, die mit dem Hubschrauber besucht werden kann) und Litla Dimun (unbewohnte Vogelinsel).
Alle Inseln haben ein gutes Busnetz und sind miteinander durch einen Linienschiffsverkehr (Postschiffe) verbunden, die größeren zusätzlich mit Autofähren. Internationale Verbindungen bestehen mit dem Flugzeug nach Island, Schottland und Dänemark. Fährschiffe verkehren nach Island, Shetland-Inseln, Schottland, Norwegen und Dänemark.
Aus verständlichen Umweltschutzgründen ist die Einfuhr von Getränkedosen und Einwegflaschen verboten




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