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Vom Aussichtsturm
"Kongemindet" läßt sich die ganze Insel überblicken.
Südöstlich dieses Waldgebiets liegen die Paradieshügel (Paradisbakkerne)
mit violettblühenden Hochheideflächen, Urgestein und
Wacholderbüschen. Südbornholm wird beherrscht von einem 25 km
langen Sandstrand. Hier ist der Sand so fein und weiß, daß er
früher für Stundengläser und Eieruhren verwendet wurde.
Im Nordosten Bornholms liegt die malerische Inselgruppe
Ertholmene, die in einer Stunde mit dem Schiff von Svaneke,
Gudhjem und
Allinge erreicht werden kann. Die Hauptinseln sind Christianso
und Frederikso, die von ca. 120 Menschen bewohnt sind. König
Christian V. begann 1684, die Inseln zu einer Festung und
Flottenbasis auszubauen. Die Inseln sind nur schwach begrünt
mit kleinen Wäldern und haben eine Felsenküste, die auf halber
Höhe von schweren Festungsmauern aus Granit umgeben sind. Noch
heute sind die Kanonenstellungen, Wachtürme und
Kasernengebäude zu sehen.
Die Republik Bosnien-Herzegowina grenzt im Norden, Westen und
Süden an Kroatien, im Osten an Montenegro und Serbien. Die
Situation Bosnien-Herzegowinas ist ungewiß, es ist unklar,
welche geografische Form Bosnien-Herzegowina nach dem Krieg
erhalten wird. B.-H. wird nach den Friedensplänen in zwei
Länder aufgeteilt, in den Teil der Bosnier und Herzegowiner
mit Sarajewo als Hauptstadt und in den Teil der Serben mit
Pale (25 km östl. von Sarajewo) als Hauptstadt.
Bosnien-Herzegowina ist z.Zt. kein Reiseland für Touristen.
Angesichts der Not der Bevölkerung, von denen Tausende getötet
oder zu Invaliden zusammengeschossen wurden, wäre es makaber,
würden wir uns über schöne Landschaften und Sehenswürdigkeiten
allzu sehr auslassen. Daher nur einige allgemeine Angaben: Der
Süden des Landes ist gebirgig, die Nordgrenze bildet das Tal
der Sava (Save). Die Hauptstadt ist Sarajevo in den Bergen im
Osten
des Landes. Was von den Sehenswürdigkeiten erhalten ist, läßt
sich jetzt während des Krieges nicht sagen. Sehenswert waren
die über 100 Minaretts, die Moscheen (u.a. Ali-PaschaMoschee,
Gazi-Husrev-Beg-Moschee), die Basare der Altstadt, die an die
400-jährige türkische Herrschaft bis zur Mitte des letzten
Jahrhunderts erinnern. Sarajevo war jugoslawisches
Wintersportzentrum. Eines der bekanntesten und schönsten
Gebiete der Republik war das Neretvatal mit dem Ort Mostar,
Hauptstadt der Herzegowina, und der 20 m hohen, im Krieg
zerstörten Steinbrücke, der türkischen Alten Brücke aus dem
16. Jh., die früher jeden Jugoslawienprospekt zierte.
Attraktionen waren auch die Altstadt von Mostar mit der
KaradjozMoschee (16.Jh.), Foca mit seinen zahlreichen
Moscheen, Zenica an der Bosna und Banja Luka an der Vrbas.
B.-H. hat nur einen ca. 10 km langen Küstenstreifen bei Neum,
der von der kroatischen Halbinsel Peljesac abgedeckt wird.
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