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Die Republik
Belarus (früher Weißrußland) liegt östlich der baltischen
Republiken Litauen und Lettland, sowie Polen, nördlich der
Ukraine und südlich, bzw. westlich der Russischen Föderation.
In Nord-Süd-Richtung mißt es 560 km, in West-Ost-Richtung 650
km.
Belarus ist in die 6 Verwaltungsgebiete Minsk, Gomel, Brest,
Witebsk, Mogiljew (Mogilow) und Grodno gegliedert.
Während des Mittelalters gehörte die Region Belarus zum
Großherzogtum Litauen, 1569 vereinigten sich das Königreich
Polen und das Großherzogtum Litauen mit der Lubliner Union zur
polnischen Adelsrepublik. 1772 wurde diese Republik geteilt,
das belarussische Territorium wurde dem russischen Zarenreich
zugeschlagen. Am 25. 3. 1918 wurde die unahängige
Belarussische Volksrepublik deklariert, am 1.1.1919 folgte die
Deklaration der Sozialistischen Belarussischen Sowjetrepublik.
Mit dem Vertrag von Riga 1921 wurde West-Belarus bis 1939 Teil
Polens. Von 1941 bis 1944 war Belarus vom Hitlerdeutschland
besetzt. Am 25.8. 1992 erfolgte die Deklaration der
Staatssouveränität mit der Namensänderung zur Republik Belarus
und der Rückkehr zu vorsowjetischen Staatssymbolen. Belarus
ist eine parlamentarische Republik.
Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26.4.1986 forderte
zahlreiche Menschenopfer und kontaminierte 23% des
Staatsgebietes, wo über 2 Mio. Einwohner lebten. Die
ökologischen, medizinischen und sozialen Folgen mit
tausenden Krebserkrankungen, besonders bei Kindern, stellen
das größte Problem der Republik dar. Besonders betroffen sind
die Gebiete von Gomel und Mogilow.
Große Teile des Landes sind Flachland, daß von den Flüssen
Dvina und Dnjepr, Pripjat und Neman bewässert wird. Dnjepr und
Pripjat speisen noch heute den Unfallreaktor Tschernobyl. Der
Erdboden ist meist sandig oder torfig. Über 13% der
Landesfläche sind Sumpf- bzw. Moorlandschaft. Belarus hat
reiche Torfvorkommen. Ein Drittel des Landes ist von
Mischwäldern bedeckt (besonders Eichen, Ahorn, Buchen). Die
weißrussische Hügelkette verläuft im Zentrum nach Südwest, im
Süden liegen die Pripjet-Sümpfe.
Die Hauptstadt Minsk liegt verkehrstechnisch zentral in der
Mitte des Staates. Es ist Wirtschaftszentrum, eine moderne,
nach dem 2. Weltkrieg wieder aufgebaute Stadt. Sehenswert ist
die Heiliggeistkirche aus dem 17. Jh.
Sehenswert sind auch die Sophienkathedrale (1044-66 erbaut) in
der Stadt Polotsk und die Spassko-Preobrazhenskaya-Kirche in
Zaslavl, ein Renaissancebau aus der 2. Hälfte des 16. Jh.
Zum Weltkulturerbe gehört der schon im 13. Jh. errichtete
Nationalpark Belavezhskaya Puschcha.
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