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     Ägäis

 

   

Dodekanes-Inseln
Die Dodekanes-Inseln liegen im Südosten der Ägäis vor der türkischen Küste. Dodekanes bedeutet "Gebiet der zwölf Inseln" (es sind einige mehr). Fährverkehr besteht zwischen den Inseln und nach Piräus und Thessaloniki. Von Nord nach Süd sind es:
Patmos (34 qkm, 3000 Einw.)
Das "Jerusalem der Ägäis" hat man diese unnahbar wirkende und aus Fels zu bestehen scheinende Insel genannt. Doch die Landschaft, besonders im Norden, ist fruchtbar und grün. Nach Patmos wurde der Apostel Johannes von den Römern verbannt. Beeindruckend sind die wuchtigen grauen Mauern des Klosters des Heiligen Johannes (loännou Theolögou) als krönender Abschluß des Berggipfels oberhalb der Hauptstadt Patmos (Hora) mit seinen weißen und verzierten Häuserfronten, die selbst schon über 100 m über dem Meer auf einem Felsen sitzt. Dieses im 11. Jh. gegründete Kloster war eines der reichsten im Lande, sehenswert die Schatzkammer mit Reliquien, Handschriften, Ikonen und Fresken, die Marienkapelle (13, Jh.), die Klosterbibliothek. Der Hafenort Skala liegt gleich unterhalb der Stadt. Östlich von Pathmos liegen die vom Tourismus weitgehend verschonten Fischerinseln Lipsi (zauberhafte Sandstrände, Marienkapelle), Arki und Agathonissi (mit der Siedlung Megalo Horio). Leros (52 qkm, 8000 Einw.)
Die bergige, aber fruchtbare Insel mit tief eingeschnittenen Buchten, zerklüfteter Küste und dicht bewachsenen Tälern mit kahlen Hügeln ist bekannt für ihre Karnevalsumzüge und die sich

anschließenden Weinfeste. Hauptort ist Agia Marina / Platanos mit dem Wahrzeichen, dem Johanniter-Kastell auf dem Gipfel oberhalb der Stadt. Einer der größten Naturhäfen des Mittelmeers ist Lakki im Süden. Nordöstlich von Leros liegt die kleine Insel Farmakonisi, südöstlich die beiden Inseln Levitha und Kinaros. Kalimnos / Kalymnos (109 qkm, 15.000 Einw.) Durch eine 2 km breite Meerenge getrennt liegt Kalymnos südöstlich von Leros. Kahle Bergrücken prägen diese fruchtbare Insel mit ihren goldgelben Sandstränden. Sie ist die größte griechische Schwammtaucherinsel. Hauptort ist Kalymnos im Südosten mit der Schwammfischerflotte. Ausflüge lohnen zur Tropfsteinhöhle Kefala oder Tripa Kefalas im Südwesten, zur Grotte der Sieben Jungfrauen, zu den Klöstern westlich der Stadt Agios loannis, Agios Sarvä und Ekaterini. Der ehemalige Hauptort Horio liegt unterhalb einer verfallenen mittelalterlichen Burg. Im Westen, auf halbem Weg nach Amorgos, liegen die beiden unbewohnten Inseln Levitha und Kinaros. Die östlich vorgelagerten Inseln Telendos und Pserimos sind ideal zum Baden und Fischen.
Kos (290 qkm, 20.000 Einw.)
Kos ist die Heimat von Hippokrates, des Vaters der Medizin. Das medizinische Therapiezentrum der Antike, Asklepieion (mit Tempeln auf drei übereinanderstehenden Terrassen) liegt oberhalb der Stadt Kos. Hier steht auch die "Hippokrates-Platane", unter der der berühmte Arzt gelehrt haben soll. Kos mit den Beinamen "Schwimmender Garten" oder "Gemüseinsel" ist sehr fruchtbar (Wein, Mandeln, Walnüsse, Obst, Gemüse, Tabak). Mitten in diesem fruchtig-grünen Landstrich liegen die beiden traditionsreichen Dörfer Asfendiou und Pili, die schönsten Fischerorte sind Marmari und Mastihari, die schönsten Strände liegen bei Kefalso und Palatia.
Astipalea (96 qkm, 2000 Einw.)
Diese am weitesten westlich liegende Dodekanes-Insel ist das Verbindungsglied zu den Kykladen. Eine schmale Landbrücke (tlw. nur 100 m breit) verbindet die beiden Inselhälften. Hauptort ist Astipalea auf der Westinsel, eines malerisches Dorf, auf einem Felskopf errichtet, mit darunterliegendem Hafen und mittelalterlicher Burg (mit Marienkirche Panagia Portaitissa). Schöne Badestrände gibt es bei Livadi, Agios Vassilis, Tzaneki, Agios loannis, Trito Marmari, Maltezana und Deftero Marmari.
Nissiros (41 qkm, 2000 Einw.)
Schneeweiße Häuser vor dunklem Vulkangestein, grünen Beeten und blauem Wasser, so könnte man diese Insel beschreiben. Sie ist

fruchtbar mit Wein-, Obst-, Gemüse- und Getreideanbau. Der Hauptort Mandraki liegt am Fuße eines Hügels, auf dem die Klosterburg Panagia Spiliani steht. Einen Hügel weiter südwestlich sieht man die eindrucksvollen Mauerreste der antiken Akropolis. Sehenswert ist außerdem das Kloster Panagia Kira mit schönem Blick auf Nikia und das Kloster Agios-loannis. Schön baden kann man beim Fischerdorf Pali im Nordosten. Die südwestlich gelegene Insel Kandelioussa ist eine Leuchtturminsel. Tilos (63 qkm, 1000 Einw.)
Herrliche Sandstrände und genuesische Wachtürme sind die Kennzeichen dieser fruchtbaren Insel, die noch relativ unberührt ist. Unterhalb des mittelalterlichen Johanniterkastells liegt der Hauptort Megalo Horio, an der Ostbucht der Hafenort Livadi. Strände gibt es in Livadi, Agios Antonios und Plaka. Die üblichen Verkehrsmittel sind Esel, Maultier und Boot. Simi (58 qkm, 4000 Einw.)
Simi ist küstennah nordöstlich von Tilos gelegen, sie ist eine Fischer- und Schwammtaucherinsel. Die Insel ist durchweg steinig und felsig, mit Ausnahme der Südregion. hier findet man Kiefernwälder, Maulbeerbäume und Obstbaumplantagen. Fährhafen ist Egialos in der Nordostbucht mit dem Inselchen Nimos, der Hauptort Ano Simi liegt 15 Min. bergan (Antikenmuseum, Kastell). Herrliche Badebuchten gibt es bei Emborio. Bei Panormos liegt das dem Erzengel Michael, Schutzpatron der Seefahrer, geweihte Wallfahrtskloster "Panormitis". Rodos / Rhodos (1396 qkm, 80.000 Einw.) Die größte Insel des Dodekanes war dem Sonnengott Helios geweiht, sie ist auch tatsächlich eine der sonnenreichsten Inseln der Ägäis. Dem Sonnengott war auch der 35 m hohe "Koloß von Rhodos" in der Hafeneinfahrt geweiht, eines der Sieben Weltwunder der Antike. Vermuteter Standort ist der Mandraki-Hafen, der vom neuen Haupthafen durch eine Mole mit drei Windmühlen getrennt ist.
Die Insel ist gebirgig (bis über 1200 m), mit fruchtbarem Hügelland, voller Buchten, einem sandig flachen Küstenstreifen und Felskuppen. Hauptstadt ist Rhodos, eine moderne Stadt mit prächtiger Alt- bzw. Ritterstadt (Johanniterburg aus dem 14. Jh., mit der Ritterstraße und den "Herbergen" der sieben Landsmannschaften, mittendrin Minarette, Archäolog. Museum mit der berühmten "Aphrodite von Rhodos"). Die Akropolis der antiken Stadt Rhodos liegt 2 km westlich (Reste des Apollontempels, Stadion, Odeion). Zu Füßen liegt das Dorf Lindos mit weißen Häusern und roten Ziegeldächern, engen Gassen und Bauten aus der Ritterzeit.

Die kleinen westlich liegenden Inseln Alimia und Makri sind Badeinseln, Halki ist eine verträumte Fischerinsel (Fährverkehr).
Megisti / Kastelorizo (9 qkm, 200 Einw.)
Die östlichste der ägäischen Inseln liegt dicht unter der türkischen Küste (2 km entfernt). Es ist eine, touristisch gesehen, abseits liegende Fischerinsel. Hoch über der Insel steht die "Rote Burg", Castello Rosso, eine Johanniterfestung aus dem 14 Jh., mit herrlichem Blick auf die Stadt und das türkische Festland. Attraktion der Insel ist die große Tropfsteingrotte Parasta. Karpathos (298 qkm, 6000 Einw.)
Karpathos liegt auf halbem Weg zwischen Rodos und Kreta. Sie wird der Länge nach von einem Bergrücken durchzogen (Kalolimni, 1215 m) und hat fruchtbare Niederungen. Hauptort ist Karpathos / Pigadia mit seinen weißen Häusern aus behauenen Steinquadern. In der Nähe liegt der schöne Strand von Kira Panagia mit gleichnamigem Kloster. Karpathos gilt als einer der besten Flachwasser-HochgeschwindigkeitsSurf-Spots der Welt.
Auf der im Norden vorgelagerten Insel Saria sind Reste der antiken Stadt Nisyros erhalten, sonst gibt es nur Schafs- und Ziegenherden. Im ursprünglichen Bergdorf Olimbos im Norden der Insel sind die alten Sitten und Gebräuche auch heute noch erhalten (Trachten, keine Elektrizität, Hochzeitsfeiern nach altem Zeremoniell). Weitere Badeorte sind in der Umgebung der Hauptstadt, dann in Amopi und bei Diafan-

on.
Kassos / Kasos (66 qkm, 2000 Einw.)
Die südlichste der Dodekanes-Inseln ist die durch eine Meerenge getrennte Fortsetzung der Insel Karpathos. Hauptort ist Fris / Fri in der malerischen Boukas-Bucht. Malerische Dörfer sind Panagia, Arvanitohori und Poli. Auch hier werden noch oft die alten Trachten getragen. Badeinsel ist Amathia, die im Westen vorgelagert ist.
Kithira (278 qkm, 5000 Einw.)
Kithira liegt 15 km südlich des Südostfingers des Peloponnes an der Grenze des Ägäischen zum Libyschen Meer. Fährverbindungen nach Githio (Peloponnes) und Kreta.
Die Insel ist fast überall kahl und steil, von den bis 500 m hohen Hügeln ziehen sich Täler und Schluchten bis zur Küste. Hauptort ist Kithira (ven. Kastell aus dem 16. Jh.) an der Südküste mit dem Hafen Kapsali. Beeindruckend sind die Katharina-Kapelle und das Kastell Milopotamos des mittelalterlichen Hauptortes Paleohora, die Klöster Agia Moni und Agios Georgios im Nordosten. Ein schöner Sandstrand befindet sich bei Agia Pelagia.
Nachbarinseln sind Avigo, die DragoneraInseln, Antikithira (mit schönem Sandstrand) und im Norden direkt unter dem Festland Elafonissi mit einem Fischerdorf und schönen Sandstränden.

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