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Die Zuckerinsel Kuba (Cuba) ist ein nicht unwesentlicher Faktor in der internationalen Politik und wohl eines der interessantesten Reiseziele im karibischen Raum. Diese größte Antilleninsel ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Sie war der letzte Stützpunkt des spanischen Kolonialismus in Amerika und ist seit der Revolution von 1959 eine sozialistische Republik, bis vor kurzem die einzige ihrer Art in der westlichen Hemisphäre. Keine der karibischen Inseln hatte vor 1959 so enge wirtschaftliche Beziehungen mit den USA wie Kuba, und bezeichnenderweise war die Insel bis zur Revolution das karibische Ferienparadies für Urlauber aus den Vereinigten Staaten. Heute findet der Inselbesucher nicht nur imposante Naturschönheiten vor wie z. B. wundervolle Korallengärten, großartige Badestrände oder seltene Pflanzen und Tiere. Er hat auch Gelegenheit, ein
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reiches kulturelles Erbe kennenzulernen, von dem die überaus interessanten Funde aus präkolumbischer Zeit ebenso zeugen wie zahlreiche architektonische Denkmäler aus der kolonialspanischen Epoche oder die Weltruf genießende darstellende Kunst der Gegenwart. Trotz wirtschaftlicher Probleme, die nicht zuletzt in der Lebensmittelrationierung ihren Ausdruck finden, wird behutsam versucht, die Insel wieder einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
Mit 110860 km² und ca. 11,4 Mio. Einwohnern ist Kuba die größte und volkreichste Insel des karibischen Raumes. 190 km vor der Südküste Floridas gelegen, erstreckt sie sich in einem weiten, etwa 1 250 km langen Bogen von Nordwest nach Südost. Sie ist durch die 140 km breite Straße von Yucatän von der mittelamerikanischen Landbrücke und durch die 77 km breite Windward Passage von der östlichen Nachbarinsel Hispaniola getrennt. Die Insel ragt als oberste Partie eines flachen Sockels auf, der besonders an seiner Südseite steil abfällt. Vor der Südostküste sinkt der Cayman-Graben in nur 30 km Entfernung bis 7 200 m unter den Meeresspiegel ab. Dieser Tiefseegraben ist eine Folge der bis heute in jener Region anhaltenden Bewegungen der Erdkruste, die auf Kuba relativ häufig zu heftigen Erdbeben führen können. Große Teile der Insel sind verhältnismäßig schwach reliefiert. Nur an ihren beiden Enden bauen sich mächtig wirkende Gebirgszüge auf. Korallenkalk- und Kalksandbänke bilden einen schmalen Saum von Inseln und Riffen, der die Hauptinsel umgibt. Die etwa 1 250 km lange Küstenlinie der zwischen 50 und 200 km breiten Hauptinsel wird von zahlreichen Buchten unterbrochen mit z.T. lehrbuchhaften, für die Insel so typischen Bolsa-Häfen, die als geschützte Nischen oft nur einen sehr schmalen Zugang zum offenen Meer haben. Die Nordküste Kubas ist im Vergleich zur Südküste steiler. Sie ist besonders an den Flußmündungen stark versumpft, wobei die Mangrove als charakteristische Pflanze hervortritt.
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