Samstag, 27. Juni 2009 - 21:06 Uhr
Wattenmeer zum Weltkulturerbe
Die Welterbekommisssion der Unesco entschied das das deutsch-niederländische Wattenmeer ab sofort in die Liste der 174 Naturdenkmäler aufgenommen wird. Somit ist das deutsch-niederländische Wattenmeer mit den Galapagos-Inseln oder Yellowstone Nationalpark gleich zu stellen. Zwei Nationalparks in Schleswig Holstein und Niedersachsen sowie ein Schutzgebiet in den Niederlanden schmückt nun der begehrte Titel. Aufgrund der Elbvertiefung ist das Hamburger Wattenmeer davon ausgeschlossen. Neben dem Wattenmeer erklärte die Unesco noch weitere Denkmäler wie die Dolomiten und den heiligen Wutai in China zum Weltkulturerbe.(MF)
Mittwoch, 10. Juni 2009 - 18:08 Uhr
Old Delhi
Im Norden schließt an New Delhi jenseits der Straßenfluchten von Desh Bandhu Gupta Road und Asaf Ali Road die Altstadt Old Delhi mit typisch indischem Leben und Treiben. Sie wird im Osten von der Yamuna (Jamna) begrenzt; am rechten Flußufer, nahe dem Roten Fort, die Verbrennungsstätten von Mahatma Gandhi, Pandit Nehru, Lal Bahadur Shastri und Indira Gandhi. Bedeutende Reste der früheren Stadtbefestigung sind noch erkennbar. Es sind Teile des einst 9 km langen, geschlossenen Mauerrings um die von Shah Jahan gegründete Stadt Shajahana-bad; das Almen-Tor und das Delhi-Tor waren Bestandteile dieser alten Stadtmauer. Eindrucksvollstes Bauwerk innerhalb des Mauerringes ist das 1638-1648 von Shah Jahan als Mogulpalast erbaute ROTE FORT. Es lag ursprünglich direkt über dem Ufer der Yamuna, die inzwischen allerdings ihren Lauf nach Osten verlagert hat; die Ostflanke der Anlage scheint daher heute relativ unzureichend gesichert zu sein. Das Rote Fort bildet mit nahezu 1 km Länge und 490 m Breite, umgeben von 16 m hohen krenelierten Rotsandsteinmauern, zahlreichen niedrigen Türmen und zwei vorspringenden Torbastionen eine Stadt für sich. Man betritt das ARote Fort von Westen durch das Lahore-Tor und gelangt zunächst in eine schön überwölbte Halle von 104 m Länge, in der sich einst der Privatbasar der Moguln befand und die heute kleine Souvenirläden beherbergt. Gleich dahinter liegt der Naubat Khana (Musiksaal), in dem die königlichen Musikanten fünfmal täglich aufspielten. Jenseits des Innenhofes befindet sich der Dewan-i-Am, die Halle für die öffentlichen Audienzen, ein prächtiges Gebäude im Hindustil mit 60 Säulen aus rotem Sandstein, die das flache Dach tragen; in der hinteren Wand die prächtig ausgeschmückte Nische, in der ehemals der edelsteinbesäte Prunkthron stand. Durch ein Tor an der Nordseite des Dewan-i-Am betritt man einen weiteren begrünten Innenhof. Hier befanden sich die kaiserlichen Wohn- und Staatsgemächer sowie der Dewan-i-Khas, die Halle für die Privataudienzen, ein allseitig offener Pavillon aus weißem Marmor, dessen Innenausstattung einst Höhepunkt der Kunst der Mogulzeit war. Hier stand der prächtige Pfauenthron, der 1739 als Beutestück nach Persien verbracht wurde.
Mittwoch, 10. Juni 2009 - 18:06 Uhr
New Delhi
Die Briten schufen mit Neu-Delhi eine großzügig weiträumige Stadtanlage im Südwesten von Alt-Delhi, dem ursprünglichen Stadtkern von Shahjahanabad. Im REGIERUNGSVIERTEL liegen, umgeben von Parks mit schönen Wasserspielen, die Repräsentationsgebäude. Der Rashtrapati Bhavan, einst Residenz des Vizekönigs, ist heute Sitz des indischen Staatspräsidenten (President's Estate) sowie des Zentralsekretariates (Secretariat); westlich davor die prächtigen Mogulgärten. Unmittelbar nordöstlich vom Präsidentenpalast steht das runde Parlamentsgebäude (Sansad Bhavan). Vom Rashtrapati Bhavan zieht sich der gut 3 km lange Rajpat h als breite Allee in östlicher Richtung bis zum India Gate, dem Denkmal für die Gefallenen des Landes; unweit südöstlich, im Jaipur House, die National Gallery of Modern Art, wo einige der schönsten Werke moderner indischer Malerei zu sehen sind Auf halbem Wege zwischen Präsidentenpalast und India Gate befindet sich am nord-südlich verlaufenden Janpath das National Museum. Südlich und südwestlich vom Rajpath erstrecken sich vornehme Wohngebiete mit den stattlichen, von Gärten umgebenen Anwesen der diplomatischen Vertretungen des Auslandes. Hier stehen auch einige der besten Hotels der Stadt, darunter die nach großen indischen Herrschern benannten Hotels 'Akbar' und `Ashok'. Am Westende der Lodhi Road liegt das Grabmal des Safdar Jang, des Vizekönigs von Oudh; es wurde 1753 in Nachahmung des Humayun-Grabes erbaut und gilt als letztes Aufleben der Mogularchitektur. Unweit nordwestlich, bei den Lodhi-Gärten, das Grabmal des Sikander Lodhi (1489-1517).
Vom Rajpath nordwärts gelangt man in das GESCHÄFTSVIERTEL von New Delhi. Sein Zenrum bildet Connaught Place, eine kreisrunde Platzanlage mit drei konzentrischen Ringen und sternförmig ausstrahlenden Straßenzügen. In diesem Bereich findet man Geschäftshäuser, Banken, Büros internationaler Fluggesellschaften, Hotels und Restaurants; am Südrand (Janpath) das staatliche Fremdenverkehrsbüro 'Government of India Tourist Information Office'. Eine Sehenswürdigkeit besonderer Art liegt unweit südwestlich vom Connaught Place an der Sansad Marg (Parliament Street), nämlich das um 1725 von Jai Singh II. zur Beobachtung der Gestirne erbaute Freilichtobservatorium Jantar. Mantar. Erwähnung verdient ferner der etwa 2 km westlich gelegene Lakshmi-Narayan-Tempel.



