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Die belibtesten Reiseziele

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Reiseregion & Geschichte Ostafrika

Äußeres Zeichen für das Ende des Mazrui-Regimes war das Hissen der roten Fahne des Oman über Fort Jesus. Sayyid Said, Imam von Oman und Zanzibar, hatte einen entscheidenden Sieg errungen und so internationales Prestige gewonnen. Im September 1833 schlossen die USA mit dem Oman einen Handelsvertrag, 1839 folgte Großbritannien dem Vorbild der Amerikaner, und im November 1844 unterzeichnete Frankreich ein ähnliches Abkommen. Neue Absatzmärkte für einen wirtschaftlichen Aufschwung waren geschaffen Immer häufiger erschien nun Sayyid Said auf Zanzibar, wo er sich 1840 endgültig niederließ. Er initiierte dort den Anbau von Nelken und Kakao, womit erstmals die traditionell dem Handel verpflichteten Araber Plantagenwirtschaft in größerem Stil aufnahmen. Die dafür nötigen Arbeitskräfte wurden auf dem Sklavenmarkt beschafft, und da etwa zu dieser Zeit auch die Nachfrage bei den französischen Pflanzern auf Mauritius und Rhinion anstieg, war es für die Araber zuverlässiger und profitabler, den Nachschub an Sklaven nicht mehr über Zwischenhändler zu beziehen, sondern eigene Handelsrouten ins Landesinnere zu legen und dort befestigte Stützpunkte zu errichten. Der erste Ort dieser Art entstand 1830 mit Kazikazi, dem heutigen Tabora in Tanzania. Entdecken Sie die schönsten Reiseregionen Afrikas und buchen Sie Last Minute .Europäische Feuerwaffen trugen ab etwa 1850 dazu bei, die Routen hinreichend abzusichern. Während weite Gebiete Tanzanias durch den nun rasch ansteigenden Sklavenhandel fast entvölkert wurden und auch Uganda und das Kongo-Gebiet immens zu leiden hatten, war das Innere Kenyas weit weniger betroffen. Hier riegelten seit etwa dem 18. Jh. die Maasai das Land gegen die Araber ab. Es blieb vorrangig beim Ankauf von Elfenbein, das weiterhin über die als Zwischenhändler fungierenden Völker der Kamba und Mijikenda an die Küste gelangte. Sayyid Said schaffte auch die verschiedenen Zollsysteme ab, die unter den Swahili-Städten immer wieder für Handelsprobleme gesorgt hatten. Besonders aufgeschlossen zeigte er sich gegenüber indischen Kaufleuten. Er lud sie ins Land ein und ermutigte auch indische Siedler, sich für immer hier niederzulassen. Ihnen und ihrer Geschäftstüchtigkeit ist ein großer Teil des Aufschwungs zu verdanken. Schon bald kontrollierten sie den Im- und Export und schafften ein Kreditsystem zur Finanzierung der Schiffsfrachten. In dieser Zeit wurde Zanzibar zum mächtigsten Handelsimperium Ostafrikas. Der natürliche Tiefseehafen mit seinen ausgezeichneten Ankermöglichkeiten für Dampfschiffe begünstigte den Verkehr mit englischen und amerikanischen, portugiesischen und deutschen Frachtern. Ausgesprochen positiv entwickelte sich auch der friedliche Währungswettstreit. Als Zahlungsmittel galten nebeneinander Maria-Theresien-Taler, Kaurimuscheln, mexikanische Dollar und in zunehmendem Maße auch indische Rupien. Eine Handelsbilanz aus dem Jahre 1828 spricht noch von Zolleinnahmen in Höhe von 35 000 Maria-Theresien-Talern, 1838 dagegen schon von der doppelten Summe. Als Sultan Sayyid Said 1856 starb, begann unter seinen Söhnen der Streit um die Erbfolge. Sohn Thuwain erbte schließlich den asiatischen Teil des Reiches, also den Oman; Majid, der jüngste, bekam, nachdem der zweite Sohn Khalid gestorben war, Zanzibar und Ostafrikas Küste. Unruhen brachen aus, als Thuwain jährlichen Tribut von Majid forderte. Der als Schiedsmann hinzugezogene britische Generalgouverneur Indiens verpflichtete Zanzibar zur Zahlung.
 



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